MILTENBERG-QUIZ FRAGE 13 / 18

Bauernkrieg und Bauernopfer

Wir schreiben das Jahr 1525. Der Miltenberger Amtskeller, Friedrich Weygandt, ist infiziert von reformatorischem und freiheitlichem Gedankengut. Zur Zeit der Bauernaufstände ist er beteiligt bei der Formulierung der Bauernforderungen im Bauernparlament in Heilbronn, zusammen mit den Abgesandten der „Haufen“. Im April 1525 spitzt sich die Lage um Miltenberg zu. Die sogenannten Odenwälder und Neckartaler Haufen haben in Amorbach Tatsachen geschaffen. Das Kloster auf dem Gotthard ist zerstört, die Wildenburg brennt, Kloster Amorbach ist geplündert und sein Abt lächerlich gemacht.

Die Bauern befinden sich auf dem Höhepunkt ihrer Macht. In dieser Situation tritt Friedrich Weygand auf. Er ist Gleichgesinnter in Sachen gerechter Forderungen, sicher ablehnend in Sachen Gewalt und Zerstörung und Verhandlungsführer für Miltenberg und Vermittler zu den Mainzer Landesherrn. Die Bauern überlegen nach Mainz zu ziehen und sie erwarten, dass die Städte sich ihnen unterwerfen. Im Namen des Mainzer Stadthalters Wilhelm und des Domkapitels unterzeichnet der Dekan mit dem Odenwälder Haufen den sogenannten Miltenberger Vertrag, in dem Mainz de facto die 12 Artikel der Bauern anerkennt. Miltenberg selbst bleibt von Plünderung verschont. Allein die zwei Anwesen Weygands werden zerstört, denn den Bauern stinkt die Kompromisslinie Weygands. Von Amorbach und Miltenberg aus marschieren die Bauern nach der Vertragsunterzeichnung nicht nach Mainz sondern gen Würzburg. Götz von Berlichingen, Heerführer wider Willen, lässt die Bauern einen Tag vor der entscheidenden Schlacht im Stich und macht sich davon. Die Bauern werden vor Würzburg vollständig aufgerieben, gefoltert, ermordet, versprengt, verfolgt und erstochen.

Die bauernfreundlichen Miltenberger werden ihren Freiheiten beraubt, Rechte werden beschnitten, die Zünfte vor Ort verlieren ihre Selbständigkeit. Als Mann, der sich für die Rechte der Bauern stark gemacht hat, verliert Friedrich Weygandt kurz nach Kriegsende das Leben. Der von den Mainzer Vertretern unterschriebene Vertrag wir einseitig für null und nichtig erklärt. Recht haben immer die Sieger.

Wer behält am Schluss immer Recht?

Füge den ersten Buchstaben in das Lösungswort Platz 17 ein.

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Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

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